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OPERATIVE KOMPOSITION
(OK)
EINLEITUNG, Teil II, Abschnitt l
Wenn der erste Teil der Einleitung ein
Verfahren zur Beantwortung der Frage "WAS?" (Schaffung des
Materials) vorschlug, ist der zweite Teil der Beantwortung der Frage
"WIE?" (Realisation des Materials) gewidmet.
Beide Teile des Systems sind miteinander unloesbar verbunden, fliessen gegenseitig
ineinander ein. Deshalb füehrt die Anwendung einzelner Elemente des Systems durch
jemanden, der OK zu praktizieren versucht, nicht nur zum Verlust der Effektivitaet des
Ganzen, sondern auch zum Abfall in die Profanitaet. Daher schlage ich anfangs ein Schema
der Entwicklung der Hierarchie von Empfindung vor, nach dessen Bekanntschaft klar wird,
warum man mit Hilfe von OK einen sehr viel breiteren Kreis von Problemen loesen kann - von
der Weltanschauung bis zum Kontaktieren -, obwohl OK urspruenglich fuer die Musik bestimmt
ist.
URSPRUENGLICHE LEERE (Weg, globale Energie, Zeitabschnitt etc.)
VERDICHTEN - AUSDEHNEN (emotionelle Bloecke, Ereignisse, etc.)
PATTERNS, PHRASEN . (Vorschlaege, Perioden, etc.)
TONEME, MOTIVE, TOPONOME ( urspruengliche Zustands-Codes, etc.)
Das Schema ist absichtlich vereinfacht, um die Aufgabe der inneren Entwicklung sofort und
einfacher sehen zu koennen; ich habe auch nicht zufaellig das Wort "Empfindung"
abgesondert, weil es unsere Aufgabe ist - die Denkweise durch Empfindungen zu entwickeln,
da jeder kommunkative Akt, der von dem Menschen begangen wird,
letztendlich an Empfindungen des Rezipienten appeliert (jeder abstrakte Begriff und jede
verbal-semantische Mitteilung hinterlaesst im Unterbewusstsein einen spezifischen,
emotionellen Eindruck :vergl. l X 3, E=MC2, 7X9=63, sogar solche einfache Formeln weisen
unterschiedliche emotionelle Einfaerbungen auf). Um so mehr, als dies insbesondere füer
die Buehnenpraxis als auch füer die Kunst ueberhaupt gilt.
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